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Worum es beim DigitalPakt 2.0 geht
Der DigitalPakt 2.0 bildet den Rahmen für die weitere Digitalisierung der Schulen in Deutschland. Er verbindet Investitionen in technische Ausstattung mit der Frage, wie digitale Medien den Unterricht fachlich sinnvoll unterstützen können.
Für Berufsschulen bedeutet das: Nicht jedes digitale Angebot passt automatisch zu jeder Lerngruppe oder jedem Bildungsgang. Zuerst sollte geklärt werden, welche fachliche Aufgabe im Unterricht ansteht. Daraus ergibt sich, ob zusätzliche Geräte, Software, digitale Modelle oder andere Lernmittel tatsächlich einen nachvollziehbaren Beitrag leisten.
Die konkrete Förderung regeln die Länder. Deshalb reichen bundesweite Informationen für eine Entscheidung nicht aus. Schulen sollten die Vorgaben ihres Bundeslandes prüfen und den Schulträger frühzeitig in die Planung einbeziehen.

Förderung und Zuständigkeiten
Der DigitalPakt 2.0 ersetzt keine sorgfältige Planung. Ob eine Ausgabe förderfähig ist, hängt vom jeweiligen Landesverfahren, vom konkreten Vorhaben und von der Art der Kosten ab. Eine Lizenz, ein Headset, die technische Einrichtung und laufender Support können zwar zusammengehören, müssen aber häufig getrennt betrachtet werden.
Beschreiben Sie deshalb zunächst das Unterrichtsvorhaben. Halten Sie fest, welche Lernaufgabe unterstützt werden soll, welche Ausstattung bereits vorhanden ist und welche Leistungen zusätzlich benötigt werden. Auf dieser Grundlage lässt sich mit Schulträger und zuständigen Stellen prüfen, welche Kostenpositionen in Betracht kommen.
Der Schulträger spielt dabei eine zentrale Rolle. Er kennt die örtlichen Beschaffungswege, die technische Infrastruktur und die geltenden Anforderungen des Landes. Binden Sie ihn ein, bevor Sie Geräte oder Software auswählen.

Informationen für Ihr Bundesland
Die Umsetzung des DigitalPakt 2.0 erfolgt über die Länder. Dort werden Förderrichtlinien, Antragswege, Fristen und Zuständigkeiten konkretisiert. Bundesweite Informationen helfen bei der Einordnung, ersetzen aber nicht die Prüfung der Regelungen im jeweiligen Bundesland.
Auf dieser Seite finden Sie deshalb gleichwertige Zugänge zu den offiziellen Informationsangeboten aller 16 Länder. Wählen Sie Ihr Bundesland aus und prüfen Sie die Hinweise des zuständigen Kultus- oder Bildungsministeriums sowie gegebenenfalls weitere Stellen für Schulträger und berufliche Schulen.
Achten Sie auf den Veröffentlichungsstand der jeweiligen Richtlinien. Förderbedingungen können sich im Verlauf eines Programms ändern. Für eine verbindliche Einschätzung sollten Sie die aktuellen Landesinformationen mit Ihrem Schulträger abstimmen.

Digitale Lernmittel im Fachunterricht
Digitale Lernmittel sollten von der Unterrichtsaufgabe ausgehen. Entscheidend ist nicht, ob ein Medium neu oder technisch aufwendig ist, sondern ob es den Lernenden hilft, einen fachlichen Zusammenhang zu erkennen, zu untersuchen oder zu erklären.
In der gewerblich-technischen Bildung kann es sinnvoll sein, Zeichnungen, Modelle, Werkstücke, Simulationen und digitale Ansichten miteinander zu verbinden. Eine VR-Anwendung kann beispielsweise räumliche Merkmale sichtbar machen. Sie ersetzt jedoch weder die technische Zeichnung noch die Arbeit am realen Gegenstand.
Planen Sie deshalb immer eine konkrete Aufgabe und ein überprüfbares Ergebnis. Die Lernenden sollen nicht lediglich ein digitales Medium nutzen, sondern eine Beobachtung festhalten, eine Zuordnung begründen oder eine fachliche Entscheidung erklären.

Unterrichtsbeispiel: Getriebelehre
Ein Getriebe eignet sich, um das Zusammenspiel von Bauteilen, Bewegungsrichtungen und Übersetzungen zu untersuchen. Die Lernenden betrachten den Aufbau zunächst am realen Objekt oder an einem Modell. Anschließend können sie Bauteile räumlich zuordnen, Bewegungsabläufe nachvollziehen und ihre Beobachtungen mit Darstellungen aus dem Lehrbuch verbinden.
Die ViRTUWERK-Lerneinheit greift diese fachlichen Grundlagen auf. Sie ist auf gängige Unterrichtsinhalte abgestimmt und ergänzt traditionelle Medien, statt sie zu verdrängen. Lehrbuch, Arbeitsblatt, reales Getriebe und digitale Ansicht können dieselbe Fragestellung aus unterschiedlichen Perspektiven bearbeiten.
Für den Unterricht kann ein vorhandenes Getriebe genutzt werden. Wenn kein geeignetes Objekt verfügbar ist, lässt sich mit einer passenden 3D-Druckdatei ein Modell herstellen. Die digitale Lerneinheit, das Modell und die begleitenden Aufgaben bilden damit eine zusammenhängende Grundlage für eine Unterrichtssequenz, die sich an die Ausstattung und Lerngruppe der Schule anpassen lässt.

Ihre Erprobung vorbereiten
Eine Testphase bietet die Möglichkeit, ViRTUWERK im eigenen Fachbereich unter realen Unterrichtsbedingungen kennenzulernen. Gemeinsam wird eine passende Lerneinheit ausgewählt und auf die Lerngruppe, den Bildungsgang und die vorhandene Ausstattung abgestimmt.
Dabei geht es nicht nur um die Technik. Die Lehrkräfte erleben, wie sich Lehrbuch, Arbeitsblatt, reales Modell und digitale Lerneinheit verbinden lassen. Die Lernenden bearbeiten eine fachliche Aufgabe und nutzen die digitale Ansicht als Ergänzung zum bestehenden Unterricht.
Auf Wunsch begleiten wir die Einführung vor Ort. Wir unterstützen bei der Vorbereitung, erklären den Ablauf und besprechen anschließend die Erfahrungen aus der Testphase. So kann die Schule beurteilen, ob und in welchem Rahmen ViRTUWERK für den weiteren Unterrichtseinsatz passt.
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